Schwarzer Kanal
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06.01.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Immer noch ganz unten

Leiharbeit, Minijobs, Scheinselbständigkeit: Günter Wallraff befasst sich mit dem Niedriglohnsektor in Deutschland.

Florian Osuch

Nach einem Bericht von Böckler-Impuls der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stifung arbeiten in der Bundesrepublik mehr als acht Millionen Menschen im sogenannten Niedriglohnsektor, das sind knapp ein Viertel aller Beschäftigten. Sie verdienten weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns, also unter 9,30 Euro. Seit 1995 hat sich die Anzahl derer, die solch niedrige Löhne erhalten, von 5,9 auf 8,4 Millionen Menschen erhöht. Besonders betroffen sind Jüngere, Geringqualifizierte, befristet Angestellte, Ausländer, Beschäftigte über 54 Jahren und Alleinerziehende.

Gewerkschaften, Sozialverbände, die Partei Die Linke und andere Aktive kritisieren, dass Menschen mit Niedriglöhnen und unsicherer Beschäftigung von ihrer Arbeit oft nicht leben können. Sie rutschen trotz einer Vollzeitstelle in die Armut ab. Ohne die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden, kann eine Überbrückungszeit zwischen zwei befristeten Jobs zur Existenzgefährdung werden. Andere erhalten als »...

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