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02.01.2015 / Ausland / Seite 6

Der ausgebliebene Sturz

Jahresrückblick 2014. Heute: Venezuela. Aufstand der Opposition gescheitert. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten halten an

André Scheer

–Christine Lagarde, die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF), betätigte sich am 5. Dezember in Santiago de Chile als Analystin der lateinamerikanischen Politik. Die neuen Zusammenschlüsse von Staaten der Region wie Mercosur, ALBA, UNASUR seien »ein Teller Spaghetti« ohne klaren Nutzen. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beschied der »Französin mit der Mentalität eines Gringos« tags darauf: »Wir sind frei vom IWF, von der Weltbank und von den Spaghetti, die die IWF-Präsidentin in ihrem Kopf hat.« Man brauche solche Ratschläge der Dame und ihrer Institution nicht: »Lateinamerika hat die Etappe der Wirtschaftsrezepte überwunden, die heute Europa zerstören.« Die IWF-Präsidentin solle sich ansehen, welche Folgen die Hungerpolitik ihrer Organisation in Spanien gehabt habe, das heute unter 27 Prozent Erwerbslosigkeit und 57 Prozent Jugendarbeitslosigkeit stöhne.

Auch am Ende des Jahres 2014 ist Venezuela auf der internationalen Bühne ein Ak...

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