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27.12.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Saudische »Waffe« wogegen?

Königshaus in Riad verweigert Drosselung seiner Ölfördermenge zwecks Preisstabilisierung. Negative Folgen für Russland – und die US-Frackingindustrie

Rainer Rupp

Seit Ende Juni ist der Ölpreis um die Hälfte gefallen, zuletzt regelrecht abgestürzt. Warum? Ist dies das Resultat einer gigantischen Spekulation, oder setzt Saudi-Arabien wieder seine »Ölwaffe« ein? Tatsache ist, dass auf dem hochkomplexen globalen Energiemarkt langfristige Trends wirken, ohne die die derzeitige Entwicklung unmöglich wäre: Schon im Jahr 2005 hat die Weltproduktion von konventionellem Öl (ohne Erdgasflüssigkeiten, Ölsande, Tiefseeöl und das sogenannte »Tight Oil«, das durch Fracking gewonnen wird) aufgehört zu wachsen. Seither ist sie sogar leicht gesunken. Fast das gesamte globale Förderwachstum kommt daher aus teureren, in der Regel weitaus umweltschädlicheren Ressourcen wie Schieferöl- und Teersandvorkommen.

Zugleich haben die USA von Jahr zu Jahr immer weniger Erdöl importiert, weil die inländische Produktion als Resultat eines mit großer Hektik vorangetriebenen Frackingbooms in den Ölfeldern in North Dakota und Texas trotz weltweit s...

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