27.12.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Der Sturz des Ölpreises

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Der Ölpreis ist spektakulär gefallen. Im Spätsommer kostete ein Fass von etwa 159 Liter Rohöl (der an der Londoner Ölbörse gehandelten Sorte Brent) noch 115 Dollar. Am Weihnachtstag waren es nur noch 60. Ein Preissturz um fast die Hälfte binnen fünf Monaten. Das ist keine Kleinigkeit. Rohöl ist die wichtigste Ware in der kapitalistischen Weltwirtschaft, wichtiger als Weizen, Reis, Mais, Rindfleisch oder Speicherchips. Der Preis dieser Ware bestimmt das Schicksal von Volkswirtschaften und Völkern.

Wie kann es zu einem solchen Preissturz kommen? Heiner Flassbeck vertritt (auf flassbeck-economics.de vom 14.10.) die These, Angebot und Nachfrage seien auf dem Ölmarkt wie auch auf anderen Rohstoffmärkten als Bestimmungsfaktoren für den Preis außer Kraft gesetzt, weil das große Geld sich auch dieser Waren als Spekulationsobjekt bemächtigt habe. Das ist sicher eine falsche Position. Das Spielgeld auf den Warenmärkten verzerrt die Preisbewegungen, sorgt ...

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