Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Montag, 16. September 2019, Nr. 215
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20.12.2014 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Licht im Dunkeln

Zur Geschichte von Weihnachten

Utz Anhalt

Der Winter ist in den nördlichen Breiten die kalte Jahreszeit. Das Leben ist begraben unter einem weißen Mantel aus Schnee, die Seen sind zugefroren, die Sonne scheint nur wenige Stunden, die Nächte werden lang und dunkel. Die Kulturen des Nordens entwickelten alle ihre Mythen um diese Zeit der Kargheit, des Überlebens, des Zehrens von der Ernte, die der Sommer eingebracht hatte, scharten sich um das Leben rettende Feuer. Die Stürme des Winters waren ihnen ein Toben von Geistern mit zerstörerischer Kraft. Zugleich war der Winter die Zeit der Besinnung, des Geschichten Erzählens. Der positive Pol, die Hoffnung, war die Sonne. Das gilt nur für die Völker des Nordens und nicht für alle Menschen. Für die Araber ist die Sonne kein Lebensbringer, sondern eine verbrennende, eine vernichtende Kraft. Das Lebenssymbol ist für sie Wasser, nicht Sonne. Feste wie Weihnachten, aber auch Dämonen und dunkle Geister verdanken ihre Existenz sowohl der Dunkelheit als auch d...

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