19.11.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Kumpel im Krieg

Bergarbeiter in den Streitkräften der Volksrepubliken Donezk und Lugansk: Warum die »Schachtjorskaja Diwisija« gegen die »Kiewer Junta« kämpfen

Susann Witt-Stahl

Im Donbass haben Minenarbeiter-Kampfeinheiten eine große Tradition. So genoss die 383. Infanteriedivision, die 1941 aus Freiwilligen unter den Bergleuten rekrutiert worden war und die an der Verteidigung von Donezk und an den Schlachten auf der Krim, später um Berlin beteiligt war, einen hervorragenden Ruf. Sie wurde von der Führung der Roten Armee für »ihren selbstlosen Mut und ihre Ausdauer« gewürdigt. Heute versuchen Bergarbeiter, auf der Seite der Aufständischen in den Volksrepubliken Donezk (DNR) und Lugansk (LNR) an diese Tradition anzuknüpfen.

Ende Mai dieses Jahres waren rund 1.000 Mitglieder der Gewerkschaft der Minenarbeiter durch Donezk gezogen, hatten den Rückzug der Truppen der »Kiewer Junta« und die Unabhängigkeit des Donbass gefordert. Viele von ihnen schlossen sich im Sommer den Truppen der DNR und LNR an und sind heute in nahezu allen militärischen Einheiten zu finden.

»Ich habe gelernt, keine Angst zu haben«, sagt der 45jährige Maschin...

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