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17.11.2014 / Inland / Seite 5

Schmierenkomödie erfolgreich

IG-Metall-Vorstand begrüßt Gesetzentwurf zur »Tarifeinheit«, weil Streikrecht angeblich unangetastet bleibt. Von Daniel Behruzi

Daniel Behruzi

Jetzt ist es amtlich. Die IG Metall unterstützt den von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf zur »Tarifeinheit«. In einem jW vorliegenden Beschlussprotokoll begrüßt der Gewerkschaftsvorstand die Vorlage und behauptet, diese beinhalte keine Einschränkung des Streikrechts.

»Die Auflösung von Tarifkollisionen nach dem Mehrheitsprinzip ist zu begrüßen«, heißt es in dem von den beiden IG-Metall-Vorsitzenden Detlef Wetzel und Jörg Hofmann herausgegebenen Papier. Angeblich bleibe die Tarifpluralität gewahrt: »Grundsätzlich kann jede Gewerkschaft ihre Tarifforderungen erheben und gegebenenfalls auch im Wege des Arbeitskampfes durchsetzen. Erst wenn mehrere Tarifverträge tatsächlich bestehen, stellt sich die Frage nach der Mehrheit.« Heißt übersetzt: Tarifpluralität ist so lange kein Problem, bis sie tatsächlich eintritt.

Die Umsetzung des Mehrheitsprinzips - wonach nur der Tarifvertrag der Gewerkschaften mit den meisten Mitglieder...

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