11.11.2014 / Feuilleton / Seite 11

Auf tausenderlei Weise starren

Keine Ironie verstehen und duchkommen durch die Pubertät: »Supergute Tage« am Berliner Grips-Theater

Anja Röhl

Das Stück »Supergute Tage« in der Regie von Barbara Hauck am Gripstheater ist ein Erwachsenenstück, auch für Jugendliche. Wie die meisten Grips-Stücke kennt es nur eine Altersunter- aber keine Obergrenze.

Es beginnt damit, dass ein Hund aufgespießt wird, eine Mutter stirbt und ein Vater seinen Sohn dauernd anbrüllt. Später kommt raus, dass der Vater den Tod der Mutter nur vorgelogen und die Briefe der Mutter an den Sohn versteckt hat.

Der Sohn, der 15jährige Autist Christopher Boone (Kilian Pohnert), reagiert auf diese Katastrophen völlig anders, als es der Zuschauer erwartet. Er will den »Mord« an dem Hund aufklären, soll das aber nicht. Und er will eine Matheabschlußprüfung machen, doch ihm fehlt die Zeit dafür.

Die »Superguten Tage« sind ein Roman von Mark Haddon. Und in Wahrheit sind es bittere Tage. Christopher Boone ist ein Sonderling, zu Anfang unterscheidet er sich stark von anderen Menschen, a...

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