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07.11.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Katastrophenkapitalismus

Selbst ein Jahr nach dem Taifun »Haiyan« kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran. Manila nutzt die Katastrophe zur Militarisierung.

Rainer Werning

Am 8. November 2013 war einer der heftigsten der bis dahin jemals registrierten tropischen Wirbelstürme »Haiyan« (lokal als »Yolanda« bekannt) über die zentrale Inselgruppe der Visayas hinweggefegt. Mit Böen von bis zu 370 Stundenkilometern und fünf Meter hohen Flutwellen hinterließ der Taifun eine breite Schneise der Verwüstung. Am schwersten betroffen waren die Inseln Samar und Leyte mit der Haupt- und Küstenstadt Tacloban.

Bis Herbst 2014 sind laut Angaben der Regierung in Manila über 6.340 Todesopfer zu beklagen. Vier Millionen Menschen wurden obdachlos und aus ihrem Umfeld gerissen. Sie leben unter meist miserablen Bedingungen in Notunterkünften. Ende Oktober erklärte Dr. Julie Hall, die Philippinen-Residentin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), gegenüber der Presse in Manila: »Etwa 800.000 Menschen leiden unter großen psychischen Problemen. Ein Zehntel von ihnen ist depressiv und bedürfte unbedingt dringender Hilfe und intensiver medizinischer Fü...

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