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30.10.2014 / Inland / Seite 4

Erneut traumatisiert

Unter erbärmlichen Zuständen müssen Flüchtlinge in einem Hamburger Industriegebiet neben einer Müllverbrennungsanlage leben

Martin Dolzer

Im Flüchtlingslager in der Hamburger Schnackenburgallee leben mehr als 1.200 Menschen. Mitten in einem Industriegebiet direkt neben der Müllverbrennungsanlage müssen sich bis zu sechsköpfige Familien jeweils einen Raum von knapp 12 Quadratmetern teilen. Meist sind vier Flüchtlinge in derart kleinen Zimmern untergebracht. In den zum Teil dreistöckig übereinander geschichteten Containern stehen für jeweils 56 Menschen drei Toiletten und drei Duschen zur Verfügung. An den Eingängen stapeln sich Mülltüten neben den Tonnen.

»Die Toiletten sind bereits mittags nicht mehr nutzbar, weil sie nur einmal am Tag geputzt werden und dann nicht nur in der Kloschüssel Exkremente und Urin sind«, erklärt K. (Name ist der Redaktion bekannt), ein Bewohner, im Gespräch mit jW. »Auch die drei Duschen reichen nicht für 56 Menschen und sind zudem schlecht sichtgeschützt. Das ist insbesondere für Frauen ein Problem.« Weitere Bewohnerinnen und Bewohner aus Syrien, Iran und afrikan...

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