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15.10.2014 / Ausland / Seite 6

Gesetzlose Ukraine

Kiewer Innenministerium gibt zu: Kriminalität seit Euromaidan um 40 Prozent gestiegen. Sicherheitsprobleme auch in den Volksrepubliken

Reinhard Lauterbach

Das ukrainische Innenministerium hat eine düstere Bilanz der Sicherheit im Lande gezogen. Stanislaw Retschinski, ein hoher Beamter des Ministeriums, trat unlängst im Fernsehen auf und berichtete, seit dem Maidan sei die Kriminalität im Lande um 40 Prozent gestiegen. Erstmals brachte er diese Entwicklung direkt mit dem Euromaidan in Verbindung. Die zahlreichen Plünderungen von Waffenlagern der Polizei und der Armee Anfang des Jahres hätten die Sicherheitslage dramatisch verschlechtert. Was Retschinski nicht ausdrücklich hinzufügt, weil es jeder Hörer und Leser in der Ukraine ohnehin weiß: Das waren die eigenen Leute, die da geplündert haben. Schon in der letzten Januarwoche hatte Expräsident Wiktor Janukowitsch die Kontrolle über die westlichen Regionen der Ukraine praktisch verloren. Die örtliche Polizei und auch Armee-Einheiten hatten ihre Waffenlager den rechten Demonstranten geöffnet, die sich bedienten: für den Bedarf des Maidan und den eigenen.

Eine ...

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