08.10.2014 / Ansichten / Seite 8

Komplott gegen Kobani

US-Luftschläge erweisen sich als Luftnummern

Ulla Jelpke

Nach dreiwöchiger Belagerung sind die weiterhin von der Türkei mit Waffen und Munition unterstützten Mörderbanden des »Islamischen Staates« (IS) in der Nacht auf Dienstag in die Stadt Kobani im kurdischen Selbstverwaltungsgebiet Rojava im Norden Syriens eingedrungen. Die nur leichtbewaffneten Volksverteidigungskräfte leisten den mit Panzern vorrückenden Dschihadisten erbitterten Widerstand. Sollte ganz Kobani fallen, drohen erneut Flucht, Massaker und Massenvergewaltigungen.

Die USA rühmen sich, eine 40 Länder umfassende Koalition gegen den IS gebildet zu haben. Doch angeblich war es dieser Koalition bislang nicht möglich, in den wochenlangen Todeskampf einer ganzen Stadt direkt an der türkischen Grenze entscheidend einzugreifen.

Während strategische Ziele wie die vom IS kontrollierten Ölraffinierien von der Koalition bombardiert wurden, waren die rund 40 auf Kobani vorrückenden Kamp...

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