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08.10.2014 / Ausland / Seite 7

»Juristischer Lynchmord«

Anklage und Verteidigung hielten Schlussplädoyer im Prozess gegen Radovan Karadzic

Roland Zschächner

Als in der vergangenen Woche Radovan Karadzic in Den Haag sein Schlussplädoyer hielt, war das in Serbien keiner Zeitung eine Titelseite wert. Auch im Nachbarland Bosnien und Herzegowina war das Interesse gering. Lediglich die Tageszeitung Oslobodjenje brachte einen Hinweis auf Seite eins. Es scheint, die Gesellschaften des ehemaligen Jugoslawiens haben drängendere Probleme als den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY).

In seinem Schlusswort am vergangenen Mittwoch räumte Karadzic ein, als ehemaliger Präsident der Republika Srpska moralische Verantwortung für die Verbrechen während des Kriegs in Bosnien mitzutragen. Er lehnte es hingegen ab, die Morde zwischen 1992 bis 1995 »bestellt« zu haben. Auch den gegen ihn erhobenen Vorwurf, »ethnische Säuberungen« geplant zu haben, wies er zurück und forderte für sich einen Freispruch. Er verwies darauf, dass »das serbische Volk angeklagt« sei. Weiter sagte er: »Ich kenne die Wahrhei...

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