30.09.2014 / Titel / Seite 1

»Leninsturz« in Charkiw

Ukrainische Neofaschisten schleifen mit Hilfe des Gouverneurs Denkmal in der Millionenstadt. Nachlassende Unterstützung für Rechte

Reinhard Lauterbach
In der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw ist am Sonntag abend das überlebensgroße Lenindenkmal auf dem zentralen »Platz der Freiheit« gestürzt worden. Zuvor waren mehrere tausend ukrainische Rechte mit blau-gelben Staatsbannern, den schwarz-roten Fahnen der faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten und dem Faschistenemblem der Wolfsangel auf einem Marsch »für die Ukraine« durch das Zentrum demonstriert. Anfänglich hatten sie nur die Parole »Ruhm der Ukraine« und eine Wolfsangel in den Granitsockel des Monuments gemeißelt. Wie ein mit den Demonstranten sympathisierender örtlicher Journalist auf seiner Facebook-Seite behauptete, soll die Zerstörung des Denkmals eine spontane Idee gewesen sein. Doch hatten die Akteure rasch Leitern und Stahlseile zur Hand, was Planung voraussetzt. Nach dem Sturz verstümmelten die Faschisten die Statue und verteilten Teile als »Souvenirs«. Eines der Ohren sollte als Trophäe an ein im Donbass kämpfendes Freiw...

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