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30.09.2014 / Inland / Seite 5

Kein Einzelfall

Wachleute mißhandelten Flüchtlinge in nordrhein-westfälischem Heim. Ermittlungen nach weiteren Foltervorwürfen. Polizei will keinen rassistischen Hintergrund erkennen

Susan Bonath
Mitarbeiter der privaten Wachfirma SKI mit Sitz in Nürnberg stehen unter Verdacht, mindestens zwei Flüchtlinge in der Notaufnahmestelle Burbach, Landkreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen, brutal gefoltert zu haben (jW berichtete). In Essen soll laut Polizei Ähnliches in Verbindung mit dem vom Betreiber der Heime, European Homecare, beauftragten Sicherheitsunternehmen vorgefallen sein. Auch in Bad Berleburg im Siegerland werde gegen zwei Wachmänner wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Nachdem Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag auf einer Pressekonferenz Details bekannt gegeben hatten, verkündete die Bezirksregierung Arnsberg am Montag ein »Sieben-Punkte-Sofortprogramm zum Schutz der Flüchtlinge in Burbach«. Seit Freitag arbeite demnach ein neuer Sicherheitsdienst unter strengeren Auflagen in der Unterkunft. Der müsse belegen, daß nur geprüftes Sicherheitspersonal mit Führungszeugnissen die Flüchtlinge schützt. »Wer Kriminelle besc...

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