22.09.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Nur noch Event

Die Antifaschistische Linke Berlin hat sich aufgelöst. Ihr Abgang fällt in eine Krisenperiode der radikalen Linken. Der Exitus könnte auch Chance für neuen Aufbruch sein

Thomas Eipeldauer
Die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) ist Geschichte. Am 8. September verabschiedete sich die von Freunden wie Feinden als eine der einflußreichsten Gruppierungen der deutschen Antifa­bewegung angesehene Organisation mit einem Auflösungspapier unter dem Titel »Alles geht weiter?!« und erklärte: »Wir haben uns nicht im Streit zur Auflösung der ALB entschlossen, doch mittlerweile sind die Ideen, Strategien und Ziele zu unterschiedlich, die wir hinsichtlich einer linksradikalen Praxis, Organisierung und Perspektive haben.« Man habe in den entscheidenden Debatten keine produktiven Antworten mehr gefunden, Austritte und Resignation hätten dazu geführt, daß man sich gezwungen sah, den Laden zu schließen (siehe jW vom 10. September 2014).

Nun sind Auflösungen von Antifa­gruppen im allgemeinen nicht von sonderlich großem nachrichtlichen Wert. Ein Problem der Szene ist, daß ohnehin nur die wenigsten dieser Gruppen eine Halbwertzeit haben, die ihnen ein Mindest...

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