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18.09.2014 / Inland / Seite 2

»Warum dürfen wir zur Schule und sie nicht?«

Bundesrat stimmt am Freitag über Verschärfung des Asylgesetzes ab. Schüler machen dagegen mobil. Gespräch mit Nora M

Wladek Flakin
Nora M. (18) besucht die 12. Klasse an der Sophie-Scholl-Oberschule in Berlin-Schöneberg und ist im dortigen Schulstreikkomitee aktiv

Was veranlaßt das Schulstreikkomitee, sich mit Flüchtlingspolitik zu befassen?

Am 19. September wird der Bundesrat über eine Verschärfung des Asylgesetzes abstimmen. Damit sollen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien zu »sicheren Drittstaaten« erklärt werden. Dieser Begriff bedeutet, daß Geflüchtete aus diesen Ländern wesentlich leichter aus Deutschland abgeschoben werden können. Ein Asylbewerber müßte dann selbst nachweisen, daß er verfolgt wird – was praktisch unmöglich ist. Innerhalb von sieben Tagen wird man abgeschoben, selbst wenn man dagegen klagt.

Was wissen Sie über die Zustände in diesen Staaten?

Die Bundesregierung sieht dort nur Friede, Freude, Eierkuchen. Aber der Witz ist, daß sie ausschließlich deutsche und europäische Behörden zitiert. Mit unabhängigen Quellen wie Nichtregierungsorganisationen od...

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