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02.09.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Abstimmung mit Füßen

Der »Alternative für Deutschland« gelingt in Sachsen der Einzug in den Landtag. Vermutlich wird die neue Partei ihren Siegeszug demnächst fortsetzen können

Sebastian Carlens
Der erste Sieg der neuen Partei »Alternative für Deutschland« (AfD) bei einer deutschen Landtagswahl fällt mit einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung zusammen: Nur 49,2 Prozent der sächsischen Bürger machten am Sonntag ihr Kreuzchen, mehr als die Hälfte zogen es vor, mit den Füßen abzustimmen – gegen den Parlamentarismus. Ob es am Nieselwetter lag, am letzten Sonntag vor Ende der Schulferien oder an allgemeinem Demokratieverdruß – über die Legitimität von Wahlergebnissen wird man in Zukunft häufiger reden müssen. Haben die Sachsen 25 Jahre nach Einführung des Systems der BRD die Lust an freien, geheimen und gleichen Wahlen verloren? Zumindest die an den etablierten parlamentarischen Parteien: Mit Ausnahme der SPD, die zwei Prozentpunkte gutmachte, gehören alle anderen zu den Verlierern. Der AfD hingegen gelang aus dem Stand heraus mit 9,7 Prozent der Einzug in den Landtag, und es waren keine bisherigen Nichtwähler, die die Partei unter Spi...

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