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26.08.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Beschäftigte sollen individualisiert werden«

Im öffentlichen Dienst Griechenlands sollen nach einem neuen Gesetz alle Angestellten »evaluiert« werden. Quoten für »Ungeeignete« sind vorgegeben. Ein Gespräch mit Pavlos Antonopoulos

Heike Schrader, Athen
Pavlos Antonopoulos ist Mitglied des Exekutivkomitees des Dachverbands der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, ADEDY.

Ein neues Gesetz sieht vor, alle im öffentlichen Dienst Griechenlands Angestellten zu »evaluieren«. Warum wehren sich diese dagegen? Was soll schlecht daran sein, die Leistungen von Angestellten zu messen?

Evaluierung gab es schon immer, nur daß die Leistungen von der Leitung der jeweiligen Behörde gemessen wurden. Als Begründung für ihr neues Gesetz hat die Regierung angeführt, bei der alten Methode wären alle Beamten als »ausgezeichnet« eingestuft worden. Einen Beleg dafür konnte der zuständige Minister auf Befragung im Parlament dafür jedoch nicht bringen.

Nun aber soll die Lohnhöhe jedes Angestellten mit dessen angeblich gemessener Produktivität verknüpft werden. Statt der bisherigen einheitlichen Vergütungen gleicher Tätigkeiten gibt es dann ein Individualgehalt. Da die Gelder für öffentliche Angestellte dabei nicht aufgestockt we...


Artikel-Länge: 8750 Zeichen

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