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25.08.2014 / Thema / Seite 10

»Kreuzzug für weiße Rassen«

Im Bataillon »Asow« kämpfen internationale Freiwillige gegen Aufständische in der Ostukraine. Anwerber und Ausbilder Gaston Besson lernte das Mordhandwerk ­während des Bosnien-Krieges an der Seite kroatischer Neofaschisten

Thomas Eipeldauer
Das Flugblatt ist mit einer schwarzen Sonne verziert. Darunter sind Männer in Sturmmasken abgebildet, rechts das Abzeichen des Bataillons »Asow«. Für finanzielle Transaktionen solle man sich bei einem »Evgen Moskalets« melden, für »alle anderen Angelegenheiten« bei einem Mann namens Gaston Besson, dem für die »internationalen Freiwilligen« zuständigen Koordinator. Schreibt man eine Mail an die Adresse Bessons und äußert den Wunsch, bei »Asow« mitkämpfen zu wollen, erhält man in kurzer Zeit das Anforderungsprofil der Gruppe: »Sie müssen verstehen, daß es sich um eine Freiwilligeneinheit handelt. Niemand wird bezahlt, auch nicht die Ukrainer.« Man solle ihm schreiben, ob man Familie hat, wie lange man bleiben könne, welche militärischen Vorkenntnisse bestehen, ob man an die Front gehen oder nur »den Jungs« das nötige Knowhow als Trainer vermitteln wolle. Vor allem sei aber wichtig: »Vergeßt nicht, daß wir der militärische Arm der SNA-Ukraine (Social-Nationa...

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