14.08.2014 / Ausland / Seite 6

Nervöser EU-Aspirant

In Moldawien ist die Jagd auf »prorussische Separatisten« eröffnet. Im November wird es Wahlen geben. Ausgang ungewiß

Reinhard Lauterbach
Als es noch als Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik zur UdSSR gehörte, war das Land von der ungefähren Größe Brandenburgs eine der wohlhabendsten Regionen der Sowjetunion. Die von rumänischsprachigen Nationalisten durchgesetzte Abspaltung von der Sowjetunion war für die Republik ein Sprung ins eiskalte Wasser. Nach 23 Jahren Unabhängigkeit gilt Moldawien mit einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 2000 Euro pro Kopf als ärmster Staat Europas. Große Teile der Bevölkerung arbeiten im Ausland, vor allem in Italien. Ihre Überweisungen an die in der Heimat verbliebenen Angehörigen übersteigen das offizielle Sozialprodukt des Landes.

Moldawien ist für seinen Export – in erster Linie Obst, Gemüse, Wein und andere Alkoholika – nach wie vor von Rußland abhängig; dennoch hat sich die aktuelle politische Führung des Landes aus der »Demokratischen Partei« der Westintegration verschrieben. Wie die Regierung der Ukraine hat die in Chisinau im Juni ein As...

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