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12.08.2014 / Inland / Seite 8

»Das Monopol von Amazon muß gebrochen werden«

Der Online-Buchhändler springt mit Verlagen und Schriftstellern um, wie er will. Offener Brief von 900 Autoren. Gespräch mit Fred Breinersdorfer

Gitta Düperthal
Fred Breinersdorfer ist Anwalt und Drehbuchautor und aktiv im Verband Deutscher Drehbuchautoren. Von 1997 bis 2005 war er Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Mit einem offenen Brief wenden sich 900 Schriftsteller in den USA gegen Dumping-Preise von Amazon bei E-Books. Zu den Unterzeichnern gehören John Grisham, Stephen King und Sie. Der Onlinehändler hält dagegen: E-Books müßten mit Spielen, TV- oder Kinofilmen, Blogs sowie kostenlosen Nachrichten-Websites konkurrieren können. Wie sehen Sie das?

Das Argument ist hirnrissig, Äpfel werden mit Birnen verglichen. Bücher sind Bücher – andere Medien haben ihre eigene Preisgestaltung. Sollen sich Literaten und Sachbuchautoren mit ihren Preisen an Umsonstblogs orientieren? Soll es für kulturelle Leistungen überhaupt keine Kohle mehr geben, weil Amazon alles abgreift?

Ein Roman, der als E-Book nur 9,99 Dollar kostet, werde eher gekau...


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