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28.07.2014 / Ansichten / Seite 8

Volle Breitseiten

Nach Präsidentenwahl in Indonesien

Rainer Werning
Spätestens seit Obamas messianischem »Change«-Wahlkampf sollte es zum politischen Allgemeingut gehören: Überschwenglich genährte Euphorien sind zumeist Ausdruck einer von gewieften Marketingstrategen organisierten Inszenierung. Mehrfach haben während der jüngsten Präsidentenwahl in Indonesien Kommentatoren den Kandidaten der Demokratischen Partei des Kampfes (PDI-P), Joko Widodo, auf den Schild gehoben und ihn als den »indonesischen Obama« gepriesen. »Jokowi«, so die volkstümliche Bezeichnung des Kandidaten, sei der Hoffnungsträger par excellence. Er sei in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, zeichne sich durch Volksnähe aus und sei kein Sproß einer alteingesessenen politischen Familiendynastie. Das kam so gut an, daß man noch vor Wochen »Jokowi« attestierte, er werde die Wahl mit großem Vorsprung vor seinem Herausforderer Prabowo Subianto, den Exschwiegersohn von Diktator Suharto und GSG-9-Zögling, gewinnen. Kurzum: Endlich stehe ein grundlegender W...

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