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28.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

Etwas Trauriges in den Augen

Ein Liebeskomödchen und eine chauvinistische Posse – das französische Kino ist ziemlich hinüber

André Weikard
In Paris, auf dem Friedhof von Montmartre, kaum 100 Schritte vom Grab Heinrich Heines, liegt eine wuchtige schwarze Marmorplatte. Und drunter der tote François Truffaut. Rotiert er? Auf jeden Fall hätte ihm das französische Kino dieser Tage nur Kummer gemacht. Was einmal als Gegenentwurf zu Hollywoods Hochglanz-Blockbustern galt, ein Kino, das klug statt monumental, politisch statt korrekt, rebellisch statt moralisch sein wollte; ein Kino über Fabriken und die Leute, die darin arbeiten und keine Traumfabrik, ist tot.

Die große Welle, die »Nouvelle Vague« von Truffaut, Godard, Rivette und anderen, ist nurmehr ein Rinnsal, das in ein Meer der massenmedialen Mittelmäßigkeit mündet. Es ist ein hochsubventioniertes Quotenkino, das lieber die Säle füllt, als seine eigenen Ansprüche zu erfüllen. Das kann man mustergültig an zwei neuen Filmen aus Frankreich festmachen. Das Liebeskomödchen »Ein Augenblick Liebe« und die Ethnoposse »Monsieur Claude und seine Töcht...

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