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26.07.2014 / Inland / Seite 8

»Soziale Bewegungen brauchen Luft«

Vor zehn Jahren rollte eine Protestwelle gegen die »Agenda 2010« durch die Bundesrepublik. Es begann in Magdeburg. Gespräch mit Andreas Ehrholdt

Susan Bonath
Andreas Ehrholdt ­organisierte am 26. Juli 2004 die erste Montagsdemonstration gegen die »Arbeitsmarktreform« Hartz IV

Vor genau zehn Jahren organisierten Sie in Magdeburg die erste Montagsdemonstration gegen Hartz IV. Damit galten Sie als Auslöser einer sozialen Protestbewegung, die sich binnen weniger Wochen in über 200 Städten der BRD ausbreitete. Was hat Sie dazu bewogen?

Ich hatte die Debatte um die Agenda 2010 schon eine Weile beobachtet. Manches sprach sich herum, ich recherchierte viel im Internet. Was Hartz IV, also die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe wirklich bedeuten sollte, drang ja nur scheibchenweise nach außen. Im Sommer 2004 wurde mir klar: Das geht richtig ans Eingemachte. Man wollte den Leuten jegliche Rücklagen und Sicherheiten nehmen. Ich wußte, ich mußte was tun, suchte mir Mitstreiter und meldete einfach eine Demo an.

Wählten Sie den Montag mit Bedacht aus?

Natürlich wollte ich die Parallelen zu den symbolträchtigen ...

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