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26.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

Irgendwie gewollt

In ihrem neuen Roman spürt Marlene Streeruwitz dem Feminismus junger Frauen nach. Ihre Männerdarstellung lebt von Klischees

Kristina Petzold
Die große Matroschka, Marlene Streeruwitz, hat in ihrem Kopf ein Buch erdacht, in diesem Buch, gibt es die kleine Matroschka, Nelia Fehn, und im Kopf von Nelia Fehn ist auch ein Buch entstanden, und in diesem Buch, sitzt als kleinste Matroschka ein Mann: Marios.

Ungefähr so könnte man das Manöver umreißen, das sich die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz für ihre neueste Veröffentlichung hat einfallen lassen. Sie schrieb einen Roman, dessen Hauptfigur Schriftstellerin ist, und schreibt unter dem Pseudonym dieser Schriftstellerin, Nelia Fehn, auch noch deren Roman. Im Herbst wird der dann veröffentlicht. Jetzt gibt es schon mal die Rahmenhandlung – den ersten Roman namens »Nachkommen.« (der Punkt ist essentiell) – zu besprechen, in dem der Leser Nelia Fehns Überlebenskampf im Frankfurter Buchpreis- und -messe­dschungel observiert.

Marlene Streeruwitz, als politisch engagierte und feministische Autorin, mußte sich schon dümmer...



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