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22.07.2014 / Inland / Seite 8

»Wer eine Party bestellt, zahlt sie normalerweise«

Konfessionslose wollen 100. Katholikentag 2016 in Leipzig nicht mitfinanzieren. Ein Gespräch mit Rainer Ponitka

Gitta Düperthal
Rainer Ponitka ist Sprecher des ­Internationalen Bundes der ­Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)

Gottgläubige wollen 2016 in Leipzig den 100. Katholikentag zelebrieren und dies aus dem Stadtsäckel gefördert wissen. Der Leipziger Stadtrat tendiert aber zum »11. Gebot«: »Du sollst Deinen Kirchentag selber bezahlen«. Freut das den Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten?

Klar. Aus unserer Sicht handelt es sich beim Katholikentag um ein missionarisches Großereignis. Hinsichtlich leerer kommunaler Kassen und unbewältigter Aufgaben in der Bildung ist die Subventionierung aus dem Stadtsäckel nicht nachvollziehbar – egal in welcher Höhe, sie widerspricht dem Grundsatz der Trennung von Staat und Religion. Von rund 540000 Leipzigern ist nur eine kleine Minderheit – etwa 20000 – Mitglied der katholischen Kirche. Weshalb also sollte der Stadtrat eine Million Euro in diese Party schießen? Freilich können sie feiern, es gibt ja Relig...

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