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21.07.2014 / Politisches Buch / Seite 15

Ein Land der Zukunft?

Eine aufschlußreiche Publikation über den Antisemitismus und die zwiespältige Einwanderungspolitik Brasiliens in der Nazizeit

Cristina Fischer
Brasilien hat noch nicht die Rassenfrage entdeckt, sondern hat längst dieses Problem auf die einfachste und glücklichste Art gelöst, indem es seit Jahrzehnten den Unterschied von Rassen, Hautfarben, Nationen und Religionen bei seinen Bürgern völlig ignoriert.« So jubelte der jüdische Schriftsteller Stefan Zweig in seinem Aufsatz »Kleine Reise nach Brasilien«, in Fortsetzungen veröffentlicht in einer Londoner Zeitung im Oktober und November 1936.

Anfang Oktober jenes Jahres war die hochschwangere deutsche Kommunistin Olga Benario-Prestes in das Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße transportiert worden, wo sie am 27. November ihr Kind gebar. Dessen Vater war Brasilianer. Trotzdem war seine Gefährtin von Brasilien an das faschistische Deutschland ausgeliefert worden. Als politische Gefangene – und als Jüdin – war sie damit dem Tod geweiht.

1941 erschien Zweigs Lobgesang auf das vermeintliche Paradies, »Brasilien. Ein Land der Zukunft«, ...



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