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18.07.2014 / Feminismus / Seite 15

Floßtour für die Freiheit

Flüchtlingsfrauen starten in Nürnberg eine mehrwöchige Flußfahrt durch Deutschland mit Konzerten und Aktionen gegen Lagerunterbringung und Diskriminierung

Christina Palitzsch
Fatima sitzt in Nürnberg am Hafen und schaut auf das Wasser der Pegnitz. Sie spricht von ihrer Mutter und ihren Geschwistern in Somalia, und ihre sonst starke, klare Stimme wird brüchig. Bevor sie fliehen mußte, war sie Mitarbeiterin einer Menschenrechtsorganisation in Kenia. Im Flüchtlingslager Dadaab, wo über eine halbe Million Menschen leben, kümmerte sie sich um die Frauen, begleitete sie zu Terminen, übersetzte und half bei Anträgen. Das wurde bald für sie selbst zur Bedrohung. Sie mußte fliehen. Jetzt lebt sie in einem deutschen Flüchtlingslager und betont, daß sie nicht alles kritisieren wolle. Vieles finde sie auch gut. Allerdings gebe es Dinge, die sie persönlich sehr belasteten, besonders das Arbeitsverbot. Fatima möchte den speziellen Problemen Gehör verschaffen, unter denen weibliche Flüchtlinge leiden: Mangel an Privatsphäre, Schwierigkeiten mit den Kindern und nicht zuletzt die traumatischen Gewalterfahrungen, die sie nicht aufarbeiten könne...

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