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14.07.2014 / Inland / Seite 5

Risse in der Naht

Rohre kaputt, nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert: Berlins einziges AKW steht seit November still – erst jetzt erfährt die Öffentlichkeit den Grund

Reimar Paul
Berlins einziges Atomkraftwerk, der Forschungsreaktor BER II in Wannsee, steht seit November still. Über die Gründe schwieg der Betreiber lange Zeit. Jetzt wurde aus Akten der Atomaufsicht des Landes Berlin bekannt: Es gibt Sicherheitsprobleme, bereits bekannte Risse in einer Schweißnaht hatten sich in kurzer Zeit viel schneller als erwartet vergrößert. Weil die Reparaturen aufwendig sind, wird der Betrieb wohl erst zum Jahreswechsel wieder aufgenommen werden.

Die betroffene Schweißnaht fixiert ein Kühlrohr im Reaktorbecken. Wäre sie aufgerissen, hätte das Rohr unkontrolliert in Bewegung geraten können. Bei einem Bruch des Rohres wäre der Reaktorkern möglicherweise nicht mehr ausreichend gekühlt worden – mithin der größte anzunehmende Unfall in einem Atomkraftwerk.

Über den zunächst fälschlich als »Leck« bezeichneten Schaden hatte 2011 zuerst RBB in seinem Fernsehmagazin »Kontraste« berichtet. Wie aus den nun von Berliner Journalisten eingesehenen...



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