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11.07.2014 / Ausland / Seite 7

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El Salvadors neuer Präsident Sánchez Cerén steuert anderen Kurs als sein Vorgänger. Annäherung an Venezuela und Rußland

André Scheer
Seit knapp sechs Wochen ist Salvador Sánchez Cerén Präsident von El Salvador. Nach fünf Jahren als Vize seines Vorgängers Mauricio Funes hat er nun die Chance, eigene politische Akzente zu setzen – und die scheint er nutzen zu wollen.

Funes war 2009 für die frühere Guerillaorganisation und heutige Linkspartei FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí) an die Spitze des zentralamerikanischen Staates gewählt worden. Doch zur Enttäuschung der Parteibasis orientierte sich der Präsident, der erst kurz vor der Wahl der FMLN beigetreten war, lieber auf eine enge Kooperation mit den USA als auf Bündnisse mit den fortschrittlich regierten Staaten Lateinamerikas. Für linke Losungen blieb Sánchez Cerén zuständig, der zu Großveranstaltungen etwa in Caracas oder Havanna reiste und bei Kundgebungen in El Salvador an die kämpferischen Zeiten der Befreiungsfront erinnerte.

Salvador Sánchez Cerén gehört der FMLN seit Jahrzehnten an. Als »Comandante Leonel Go...



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