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04.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

»Sie nannten uns Untermenschen«

Die »dunklen Bilder« der österreichischen KZ-Überlebenden und Künstlerin Ceija Stojka in einer dreiteiligen Ausstellung in Berlin und Ravensbrück

Elena Besukin
Ich war ein unschuldiges Kind von erst elf Jahren, als mich Hitlers Nazis in der Schule verhafteten, verschleppten, mir meinen Namen raubten und mich zu einer Nummer und ihrem Arbeitssklaven machten, mich hungern ließen, schlugen und peinigten. Die Nazis haben meinen Vater ermordet und meinen Bruder. Man hat mir alles genommen, was mir lieb und teuer war. Ich hatte keine Vergangenheit mehr, keine Gegenwart und schon gar keine Zukunft«. Das schrieb Ceija Stojka 1988 in ihrem Buch »Wir leben im Verborgenen – Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin«.

Der Titel war pogrammatisch – Stojka begann erst Ende der 80er Jahre über ihre Verfolgung durch die Nazis zu erzählen – und zu zeichnen. Als sie letztes Jahr in Wien im Alter von 79 Jahren starb, war sie eine vielfach ausgezeichnete Zeitzeugin und Künstlerin. Ihre »dunklen Bilder«, in denen sie sich mit ihrer Zeit in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und Bergen-Belsen auseinan...

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