02.07.2014 / Ansichten / Seite 8

Zwei Herren dienen

Ende der Waffenruhe in der Ukraine

Reinhard Lauterbach
Man könne nicht zwei Herren dienen, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Petro Poroschenko, auf ein Exemplar dieses Buches vereidigter Präsident der Ukraine von des Westens Gnaden, hat es zehn Tage lang versucht. Er verkündete eine Waffenruhe, die alle Anzeichen einer Mogelpackung trug, weil sie dem Gegner die Vorabkapitulation abverlangte. Es hat sich dann auch konsequent keine der Parteien des Bürgerkriegs an sie gehalten. Er hat, »ermutigt« durch etliche Oligarchen seines Landes, Verhandlungen mit den Aufständischen zugestimmt, die nicht so heißen durften. Das hat ihn von der anderen Seite unter Feuer gebracht, durch die militanten Rechten, die aus den Maidan-Selbstverteidigungstruppen in die Nationalgarde und diverse Freiwilligenbataillone übergegangen sind. Bei diesen Formationen liegt heute die reale Macht in der Ukraine; sie kommt halt doch aus den sprichwörtlichen Gewehrläufen. Die vermummten Gestalten von den Bataillonen »Asow« und »Donbass« ha...

Artikel-Länge: 3250 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe