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23.06.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Wer soll das bezahlen?

Kiews kreative Kriegsfinanzierung

Reinhard Lauterbach
Die Finanzierung der ukrainischen Militäraktion im Donbass ist ein wohlgehütetes Geheimnis, auf das nur gelegentlich Zufallsinformationen etwas Licht werfen. Da die laufenden Steuereinnahmen der Regierung durch den Bürgerkrieg im Donbass – das in ruhigeren Zeiten mindestens ein Fünftel des ukrainischen Sozialprodukts erbrachte – einbrechen, die Landeswährung Griwna seit Jahresbeginn um fast 50 Prozent abgewertet hat und die makroökonomischen Indizes zurückgehen, sind offensichtlich kreative Finanzierungstechniken erforderlich.

Den Finanzbedarf für einen Tag Krieg in der Ostukraine schätzte die russische Zeitung Iswestija Ende Mai auf drei Millionen US-Dollar. Damit müßten seit dem Beginn der »Antiterroroperation« Kosten von rund 200 Millionen Dollar aufgelaufen sein; wahrscheinlich sind sie de facto höher, weil Kiew seit der Präsidentenwahl die Kampfhandlungen intensiviert hat. Nicht endlos verlängerbar sind die Ressource Patriotismus und das...

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