17.06.2014 / Inland / Seite 5

Der Privatisierung auf der Spur

Berlin: Ein Stadtrundgang zeigt Folgen »öffentlich-privater Partnerschaften« für öffentliche Daseinsfürsorge

Fabian Rennig
Man könnte auch von einem Staatsstreich reden«, sagte André Lundt auf der ersten Station einer »privatisierungskritischen Stadttour«, die in Berlin von der ­ATTAC-Arbeitsgruppe »Argumente« und der Initiative »Gemeingut in BürgerInnenhand« (GiB) veranstaltet wird. Vor dem Wandbild »Aufbau der Republik« am Gebäude des Finanzministeriums schilderte er am Samstag die Abwicklung der DDR-Betriebe zwischen 1990 und 1994. Die Aufgabe der dafür eingerichteten Treuhandanstalt, die dort ihren Sitz hatte, sei klar gewesen: »Das Volkseigentum abbauen und in ein kapitalistisches System umwandeln«. Dabei sei es zu schweren Betrügerein und kriminellen Verfehlungen gekommen. »Der Wert der Betriebe wurde systematisch heruntergerechnet, es gab Gefälligkeiten und Preisnachlässe«, so der ATTAC-Aktivist. Auf 600 Milliarden Deutsche Mark schätzte Treuhandchef Detlev Rohwedder 1990 den Wert der zu privatisierenden Betriebe. Real häufte die Behörde jedoch 200 Milliarden DM Schuld...

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