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13.06.2014 / Ausland / Seite 8

»In den USA mangelt es an politischem Bewußtsein«

Friedensforschung spielt an US-Universitäten so gut wie keine Rolle. Übermächtiger Einfluß des Militärs. Ein Gespräch mit Subrata Ghoshroy

Karina Böckmann (IPS)
Der ehemalige Rüstungsforscher Subrata Ghoshroy lehrt am »Massachusetts Institute of Technology« (MIT) in Cambridge im US-Staat Massachusetts. Er leitet dort ein Projekt zur Förderung der nuklearen Stabilität in Südasien

Die Forschung wird immer mehr für Militärzwecke in Anspruch genommen – stirbt die Friedensforschung an den Universitäten aus?

Ich fürchte ja. Anders als in Deutschland gibt es bei uns in den USA keine Disziplin »Friedensforschung«. Es sind Einzelpersonen, die sich gegen Kriege artikulieren. Sie stehen oft in der Tradition des »Manhattan-Projekts«, mit dem die USA in den 40er Jahren die Atombombe entwickelte. Alle Wissenschaftler von Top-Universitäten hatten daran mitgewirkt – nach Projektablauf waren sie aber erklärte Atombombengegner.

Diese ablehnende Haltung ist vereinzelt in US-Behörden noch anzutreffen. Vor allem in physikalischen Instituten finden sich noch Kriegsgegner, die offen über das Problem der militärischen Forsc...


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