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12.06.2014 / Ausland / Seite 2

»Der Staat muß sich den Boden zurückholen«

Bei der Erdölförderung handelt Kolumbien im Konzerninteresse, doch es regt sich Widerstand. Gespräch mit Selene Cruz Aquirre

Lena Kreymann
Selene Cruz Aquirre engagiert sich in der Basisbewegung »Creciente Popular« in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Die Gruppe versucht unter anderem, auf die Ursachen der hohen Benzinpreise aufmerksam zu machen und Protest dagegen zu organisieren. Sie ist Teil des landesweiten Bündnisses »Congreso de los Pueblos«

In Kolumbien wird Erdöl gefördert, dennoch ist das Benzin sehr teuer. Warum?

Ein Grund ist, daß wir keine eigenen Verarbeitungsstätten haben. Kolumbien darf aufgrund der Vereinbarungen in den Freihandelsabkommen und der Verträge mit den multinationalen Konzernen keine Raffinerien haben, nur die unmittelbare Förderung findet statt. Das Erdöl wird außer Landes transportiert, dort verarbeitet und dann für einen deutlich höheren Preis nach Kolumbien zurückgebracht. Der internationale Preis wird in Texas festgelegt, dort wird auch spekuliert. Dadurch schwankt er ziemlich – zum Nutzen der USA.

Wie spiegelt sich dieses Problem in den Städten wi...


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