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12.06.2014 / Medien / Seite 15

Kein Bild, kein Ton

Ungarn: Gegen eine Sondersteuer protestieren sogar regierungsnahe TV-Sender und Zeitungen. Deutsche Telekom auf Orbáns Linie

Ben Mendelson
Zwei Monate nach der Wiederwahl der nationalkonservativen Fidesz-Regierung unter Viktor Orbán haben zahlreiche Medien gegen dessen neue Anzeigensondersteuer. protestiert – sogar regierungsnahe TV-Sender und Zeitungen.

Die neue Abgabe gefährde die wirtschaftliche Existenz, ein Stück Unabhängigkeit gehe verloren, so lautet die Kritik. Und eben die scheint dem Nachrichtenportal origo.hu bereits abhanden gekommen zu sein: Das Unternehmen, das einer Tochter der Deutschen Telekom AG gehört, feuerte vergangene Woche seinen Chefredakteur. Der hatte sich dadurch unbeliebt gemacht, daß er Orbáns Amtschef János Lázár luxuriöse Hotelaufenthalte auf Steuerkosten nachgewiesen hatte.

Wenn es nach der Fidesz-Regierung geht, sollen Medienunternehmen künftig eine Sondersteuer auf Werbeeinnahmen zahlen: Werbeumsätze über 1,6 Millionen Euro wären dann – neben allen weiterhin gültigen Steuerregelungen – mit zehn bis 30 Prozent zu versteuern.

Wie die ungar...





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