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11.06.2014 / Titel / Seite 1

Kiew: Rußland bestrafen

Der neue Präsident der Ukraine will »starke Armee« und »Verständigung«. Kämpfe in Ostukraine gehen weiter. Korridor für Flüchtlinge angekündigt

Arnold Schölzel
In seinem ersten Interview nach Amtsantritt erklärte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, er wolle Rußland für die »Tragödie« in seinem Land bestraft sehen. Das teilte das US-Nachrichtenmagazin Time, das mit Poroschenko gesprochen hatte, am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Der Politiker habe demnach erklärt, eine »starke Armee« und eine »blühende Wirtschaft« seien die beste Methode, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin davon zu überzeugen, daß die Ukraine das Recht habe, innerhalb ihrer gegenwärtigen Grenzen zu existieren. Seine Regierung habe allerdings allein aufgrund der geographischen Situation keine andere Wahl, als »eine Verständigung« mit Moskau zu suchen.

Ebenfalls am Dienstag ordnete Poroschenko an, einen Fluchtkorridor für Bewohner der Ostukraine einzurichten. Dort führen die Kiewer Machthaber seit Mitte April eine militärische Strafaktion durch. Beim Beschuß von Wohngebieten durch schwere Artillerie und Kampfflugzeuge kam...

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