10.06.2014 / Titel / Seite 1

Artillerie gegen Slowjansk

Kiews Truppen beschießen ostukrainische Großstadt mit Raketenwerfern. Tausende Menschen sind auf der Flucht. Angekündigter Friedensplan weckt Mißtrauen

Arnold Schölzel
Am Sonntag und Montag griffen Truppen der Machthaber in Kiew erneut mit Artillerie und Kampfflugzeugen ostukrainische Städte und deren Vororte an. Die schwersten Schäden gab es in der Stadt Slowjansk. Die Angreifer feuerten u. a. mit Raketenwerfern vom Typ »Grad«. Nachrichtenportale zeigten Einschläge in Wohnhochhäusern und die Brandruine eines der ältesten Gebäude der Stadt, das heutige Kulturzentrum »Kaufmannshaus«, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte. Getroffen wurden außerdem eine Kirche, Verwaltungsgebäude, eine Möbel- und eine Lackfabrik. Strom und Wasser gibt es praktisch nicht mehr. Auch in anderen Städten wie Kramatorsk, Lugansk und Mariupol kam es erneut zu Kämpfen. Mehrere Quellen sprachen von zahlreichen Toten und Verletzten. Offensichtlich scheuen die von Kiew in Marsch gesetzten Verbände den Nahkampf. Darauf deuten mehrere Meldungen in ukrainischen und russischen Medien über Desertionen, Überläufer und Waffenverkäufe an die Widerstan...

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