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03.06.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Das war praktisch Mord«

Die Gewerkschaften sehen in der Privatisierung einen Grund für das Grubenunglück in Soma. Prekäre Beschäftigung erschwert Organisierung. Ein Gespräch mit Eyüp Özer

Wolfgang Pomrehn
Eyüp Özer ist Sprecher der internationalen Abteilung der türkischen Vereinigten Metallarbeitergewerkschaft

Ihre Vereinigte Metallarbeitergewerkschaft und deren Dachverband DISK (Konföderation der Revolutionären Arbeitergewerkschaften der Türkei) sprechen angesichts des Grubenunglücks im türkischen Soma, bei dem am 13. Mai 301 Bergleute ums Leben kamen, von einem Massaker. Weshalb?

Weil es offensichtlich war, daß so etwas passieren mußte. Die Regierung hatte die Voraussetzungen dafür geschaffen, in dem sie die Grube privatisierte und die Aufsicht über die Sicherheitsvorkehrungen unterließ. Das war praktisch Mord.

Daher haben wir am Tag nach dem Unglück zu einem Proteststreik aufgerufen. Bei verschiedenen Demonstrationen in den großen Städten des Landes, die sich daraus entwickelten, kam es zu schwerer Polizeigewalt. Zwei Menschen wurden von der Polizei erschossen. Auch der Vorsitzende unseres Verbandes wurde bei einer dieser Demonstrationen schwer verletz...


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