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31.05.2014 / Ausland / Seite 7

Streitende Elite

Abchasien: Parlament fordert Entlassung des Premiers und Rücktritt des Präsidenten. Moskau ­vermittelt. Sowohl Regierung als auch Opposition sind Freunde Rußlands

Knut Mellenthin
Die kleine Kaukasusrepublik Abchasien, die nur von Rußland, Venezuela und Nicaragua anerkannt ist, wird von einem Machtkampf erschüttert. Seit Dienstag halten Anhänger der Opposition den Amtssitz von Präsident Alexander ­Ankwab besetzt. Der bezeichnet die Vorgänge als »Putschversuch«, will aber mit der Opposition verhandeln. Der Verteidigungsminister, der Innenminister und die Chefs der abchasischen Sicherheitskräfte haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Unterstützung für Ankwab erklärt, zugleich aber eine gewaltsame Lösung des Konflikts ausgeschlossen. Rußlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Berater Wladislaw Surkow als Vermittler in die abchasische Hauptstadt Suchumi geschickt. Der aus Tschetschenien stammende, von den USA und der EU wegen des Ukraine-Konflikts mit Sanktionen belegte Surkow genießt in Abchasien hohes Ansehen.

Premier Leonid Lakerbaia, dessen Absetzung die Opposition fordert, hat die Auseinandersetzungen am Freitag als eine...

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