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30.05.2014 / Ausland / Seite 6

Neue Stimme für Zapatisten

Mexiko: EZLN-Sprecher Marcos zieht sich zurück, um einer neuen Generation Platz zu machen

Lena Kreymann
Subcomandante Marcos gibt es nicht mehr. Der bekannte Sprecher und Militärführer der Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN) richtete sich am vergangenen Sonntag im autonomen Verwaltungssitz La Realidad in Mexiko ein letztes Mal an die Öffentlichkeit. Den Anlaß für diesen schon länger vorbereiteten Schritt bot die Trauerfeier für den Zapatisten José Luis Solís López »Galeano«, der dort am 2. Mai bei einem Angriff von Regierungsanhängern getötet worden war. »Wir denken, einer von uns muß sterben, damit Galeano lebt«, erklärte Marcos, »deswegen haben wir entschieden, daß Marcos heute aufhört zu existieren.«

Der Subcomandante hatte den Medien jahrelang mit poetischen Erklärungen die Anliegen der indigenen Bauernbewegung im südöstlichen mexikanischen Bundesstaat Chiapas vermittelt. Da er stets nur mit Sturmhaube und Pfeife ausgerüstet auftrat, hatte es um seine Identität zahlreiche Diskussionen gegeben. In seiner auf der Internetseite der Zapatisten veröffentl...

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