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28.05.2014 / Inland / Seite 4

Provokateur in Aachen

Karlspreisverleihung: Ukrainischer Ministerpräsident Jazenjuk soll Laudatio halten. Bündnis protestiert dagegen

Lenny Reimann
Der Stadt Aachen steht am Donnerstag Besuch ins Haus. An diesem Tag wird wie jedes Jahr der »Internationale Karlspreis zu Aachen« verliehen, mit dem »Verdienste zur europäischen Einigung« geehrt werden sollen. Zu diesem Anlaß wird auch der amtierende ukrainische Putschministerpräsident Arseni Jazenjuk einen hochoffiziellen Auftritt haben. Er ist als Laudator für den diesjährigen Preisträger, den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, angekündigt.

Dies stößt vor allem bei verschiedenen linken Organisationen und Parteien auf deutlichen Protest. So bezeichnete es der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) als »politische Provokation«, daß das Karls­preisgremium nach dem Umsturz in der Ukraine ausgerechnet Jazenjuk als Redner eingeladen habe.

»Für den ukrainischen Regierungschef, der der ersten europäischen Regierung mit offen faschistischer Beteiligung vorsteht und dessen demokratische Legitimität zumindest umstritten ist, ...



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