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28.05.2014 / Inland / Seite 5

Keine Engpässe?

Beruhigungspille: Wirtschaftsforscher sehen Europas Erdgasversorgung trotz Ukraine-Krise gesichert – kurzfristig. Abhängigkeit von russischen Lieferungen bleibt

Jana Frielinghaus
Das Resultat der Untersuchung, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Dienstag in Berlin vorstellte, war offenbar vom Aufttraggeber – der Grünen-Fraktion im Europaparlament – zuvor festgelegt worden. Anders läßt sich die enorme Diskrepanz zwischen vorgestellten Details und Überschrift der Pressemitteilung nicht erklären. Die lautet: »Erdgasversorgung in Europa trotz Ukraine-Krise gesichert«.

Auf der Pressekonferenz drückte sich Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW, dagegen sehr vorsichtig aus: Das Forscherteam habe zwei Szenarien errechnet – A: Folgen des Wegfalls der russischen Gaslieferungen via Ukraine, B: komplette Einstellung – und dabei festgestellt, daß die Versorgung »kurz- bis mittelfristig sicher sein kann«. Die Aussage gilt allerdings eher für Westeuropa. Namentlich Deutschland steht mit einem Anteil von etwa 38 Prozent russischen Importen am hier verbrauchten Erdg...

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