Schwarzer Kanal
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28.05.2014 / Feuilleton / Seite 12

Barry nickt mir zu

Aber wie groß ist sein Kaugummi? Der Berliner Tierpark kann glücklich machen

Gisela Sonnenburg
Normalerweise dient das Tier dem Menschen. Meistens unfreiwillig. Als Steak- oder Milchlieferant, Untersatz oder Lederreservoir. Ganz zu schweigen von den Lasttieren, die qualvoll zusammenbrechen, wo das Elend groß ist, wie schon Brecht beschrieb. Vorm Berliner Hauptbahnhof steht das Denkmal »Rolling Horse« von Jürgen Goertz, weil die Bahn eben nicht zuletzt Pferden nützt.

Etwas anders sind die Verhältnisse im Zoo. Hier dient der Mensch gewissermaßen dem Tier. Unklar ist, was Urvölker zu diesem Konzept sagen würden. Sie dankten den Tieren, die sie in freier Wildbahn erlegt hatten, für das nährende Fleisch, und bewunderten ihre Schönheit. Ob Wisent, Pferd, Antilope oder seltener Hirsch: Im Berliner Tierpark im Osten der Stadt sieht man mustergültig, welch ursprüngliche Ästhetik gerade Wesen, deren Arten älter als die Menschheit sind, in weitläufig parkähnlichen Anlagen entfalten.

Stolz ruhen Waipitis – amerikanische Elche – auf eleganten Bein...



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