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21.05.2014 / Inland / Seite 4

Rechtes Auffangbecken?

Kommunalwahl. Sachsen-Anhalt: AfD schützt offenbar Gewalttäter sowie ehemals aktive Neonazis und hetzt gegen Linke

Susan Bonath
Kurz vor den Kommunalwahlen, die unter anderem in Sachsen-Anhalt am 25. Mai zusammen mit der Europawahl anstehen, entpuppt sich der Magdeburger Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) offenbar als Auffangbecken für rechte Gewalttäter. Am Sonntag abend gab der kommissarische Landesvorsitzende der Partei, Tobias Rausch, in einer Presseerklärung den Rücktritt seines Stellvertreters Ronny Kumpf sowie des Magdeburger Spitzenkandidaten Jörg Alsleben bekannt. Sechs weitere Stadtratskandidaten, die als Parteilose für die AfD angetreten waren, wollten im Fall ihrer Wahl ihr Mandat nicht annehmen, informierte er. Der Grund: Am Sonnabend hatte die Magdeburger Volksstimme berichtet, daß die acht AfD-Vertreter wegen teils rechter Gewalttaten polizeibekannt seien und die Partei offenbar »kriminell unterwandert« sei.

Gegen Kumpf, der zugleich Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Magdeburg war, soll in der Vergangenheit wegen Bedrohung und Nötigung ermittelt ...

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