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20.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Freiheit des Worts

Der deutsche PEN entschied: Wir befassen uns nicht mit der Verweigerung jeglicher Kriegspropaganda und unterstützen jeden, der in der Ukraine keinerlei Faschismus zu entdecken vermag

Otto Köhler
Allerorts werde »vom Ersten Weltkrieg gesprochen«, schrieb mir und allen anderen Mitgliedern der deutschen Sektion der Schriftstellervereinigung PEN (Poets, Essayists, Novelists) vor längst vergessener Zeit, am 26. März 2014, Josef Haslinger. Die Wunden und Nachwirkungen, fuhr der vor einem Jahr gewählte Präsident des PEN-Zentrums Deutschland fort, seien »bis heute« sichtbar und da »mag es uns gut anstehen«, meinte er, »daran zu erinnern, mit welcher Begeisterung Autoren damals zum Krieg aufriefen«. Er nannte ein Beispiel: »Als das Schlachten dann schon in Gang gekommen war, fanden sich 93 deutsche Schriftsteller, die den Feldzug gegen Frankreich mit einer Art intellektueller Attacke begleiteten. In ihrem Manifest hieß es: ›Sich als Verteidiger europäischer Zivilisation zu gebärden, haben die am wenigsten das Recht, die sich mit Russen und Serben verbünden und der Welt das schmachvolle Schauspiel bieten, Mongolen und Neger auf die weiße Rasse zu he...

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