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20.05.2014 / Thema / Seite 10

In Gang setzen

Porträt. Aus Anlaß einer Filmpremiere: Huldigung an den salvadorianischen Schriftsteller und Revolutionär Roque Dalton (1935–1975)

Erich Hackl
Die schönsten Stellen in Tina Leischs Porträtfilm »Roque Dalton, erschießen wir die Nacht!« sind zweifellos solche, an denen sich Passanten, Wirtinnen, Müßiggänger, Schulmädchen, Sträflinge und Polizisten über den salvadorianischen Dichter und Revolutionär äußern. An denen sie vorlesen, was er geschrieben hat, und dabei erkennen lassen, wie gültig ihnen sein Werk erscheint. Das ist nicht nur deshalb erstaunlich, weil seit Daltons Tod fast vierzig Jahre vergangen sind, sondern weil er nicht davor zurückschreckte, komplexe Sachverhalte auch komplex darzustellen und starke Empfindungen, wie die Liebe, übermütig zu verrätseln. Er war eben, wie sein Landsmann Jaime Barba gesagt hat, kein Barde, sondern ein Intellektueller. »Diese Klarstellung ist nicht selbstverständlich. Um gute Verse zu schmieden oder sich um einigermaßen effektvolle Fiktionen zu bemühen, braucht es eine gewisse Fingerfertigkeit, nicht aber eine intellektuelle, reflexive, präzise Grundlage. ...

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