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15.05.2014 / Inland / Seite 5

Jammern bis zur Wahl

Die »Alternative für Deutschland« suhlt sich in der Opferrolle und agiert arbeitsteilig: Die Führung gibt sich harmlos, fürs Grobe ist die Basis zuständig

Sebastian Carlens
Groß ist der Kummer bei der »Alternative für Deutschland« (AfD): En masse würden bundesweit die Wahlplakate der Partei geschändet, beklagte Bundessprecher Bernd Lucke am Mittwoch in Berlin. 40 Prozent der Großflächenplakate seien zerstört worden, bei den DIN-A-0- und A-1-Plakaten seien es »32 bis 35 Prozent«. Auch körperlicher Aggression müßten sich die AfD-Wahlkämpfer erwehren, so der Spitzenkandidat für die anstehende EU-Wahl.

Willkommen in Deutschland: Wohl jede Partei hat Verluste an Wahlkampfmaterial zu beklagen, die SPD und – vor allem – Die Linke haben Erfahrungen mit gewaltbereiten Neonazis gemacht, die vor Parteibüros und Infoständen nicht Halt machen. DGB-Maikundgebungen werden von Hunderten Faschisten attackiert, wie 2009 in Dortmund. Erst Anfang dieses Monats griffen mutmaßliche Neonazis das Bürgerbüro des SPD-Politikers Patrick Dahlemann in Torgelow an. Bernd Lucke jedoch ist »sehr bestürzt«, auch über »unflätige Bemerkungen« von...

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